Therapeutisches Reiten

Die Reittherapie, so wie sie in der Umgangssprache bezeichnet wird, ist ein Begriff, der oft anstelle der richtigen Bezeichnung "Therapeutisches Reiten", benutzt wird. Es ist eine therapeutische Maßnahme zur Bewältigung unterschiedlichster Probleme mit Hilfes des Pferdes als Co-Therapeuten.

Das Therapeutische Reiten gliedert sich in 4 verschiedene Bereiche:

1. Hippotherapie

2. Heilpädagogisches Reiten

3. Reiten als Sport für Menschen mit Behinderung

4. Ergotherapeutische Behandlung mit dem Pferd (genaueres dazu hier)

Beim therapeutischen Reiten geht es um die positive Wirkung eines Pferdes, welche helfen soll, schwierige Situationen zu meistern, neue Handlungsstrategien zu entwickeln oder Kranheitssymtome bzw. -störungen zu reduzieren oder im besten Fall zu beheben.

Das therapeutische Reiten ist sowohl für Kinder als auch für Erwachsene gleichermaßen geeignet. Gemeinsam werden die Ziele erarbeitet, die erreicht werden sollen. Diese bílden dann die Grundlage der Behandlung.

Mögliche Krankheitsbilder, die behandelt werden:

  • Entwicklungsstörung/ -verzögerung
  • Verhaltensauffälligkeiten
  • Wahrnehmungsstörung
  • Störung der Motorik
  • ADS/ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom mit/ohne Hyperaktivität)
  • Gleichgewichtsstörung
  • MS (Multiple Sklerose)
  • Depression
  • Burn Out
  • Schädel-Hirn-Trauma
  • Hirnerkrankungen/- schädigungen (z.B. Schlaganfall, Tumor, Unfall)
  • Rückenmarkserkrankungen/- schädigungen (z.B. durch Unfall)

Kosten

Es besteht die Möglichkeit der Kostenübernahme über Jugendhilfe oder Eingliederungshilfe. In Einzelfällen übernimmt auch die Krankenkasse die Kosten der Behandlung. Ansonsten muss das therapeutische Reiten privat finanziert werden.

Besonderheit: Sollten sie oder ihr Kind aufgrund von Krankheit, Entwicklungsproblemen oder anderen Indikationen vom Arzt Ergotherapie verordnet bekommen, so kann das Pferd ein mögliches Therapiemedium darstellen und sie können die ergotherapeutische Behandlung mit dem Pferd erhalten. Genaueres dazu hier.